So weit der Wind uns trägt

Ana Veloso, Droemer Knaur. 2009. 8.95 Euro

Portugal zwischen 1900 und 1974 mit den Familien Carvalho und da Castro: die beiden Protagonisten Juliane, genannt Jujú, Carvalho und Fernando Abrantes leben im Alentejo und gehören verschiedenen Schichten an. Jujú lebt auf dem ‚monte’, Fernando in der dazu gehörigen ‚aldeia’.

Als Kinder unzertrennlich, als Jugendliche in einander verliebt, als junge Erwachsene trennen sich ihre Wege: Jujú heiratet standesgemäß und Fernando tritt in die Armee ein, die für ihn ein Weg aus der Armut ist. Im Lissabon der zwanziger und dreißiger Jahre treffen sie sich als Liebespaar wieder.
Ana Veloso zeichnet den Lebensweg der beiden nach, persönliche Ereignisse treffen mit den großen weltpolitischen Geschehnissen zusammen: so die Jahrhundertwende zu Beginn, der Eintritt Portugals in den 1. Weltkrieg (1916), der Putsch der Offiziere 1926 zu denen auch Fernando gehört, der ‚Estado Novo’ und das Ende desselben am 24. April 1974, der Tag, an dem auch der Urenkel von Jujú und Fernando geboren wird.
Es sind 752 Seiten pur für den Liegestuhl, den Strand, den Balkon, die Hängematte!

Anne Reyers